Liquidität für 90 Tage nach Jobverlust planen
Praktischer 90-Tage-Finanzplan nach Kündigung in Deutschland — ohne konkrete Euro-Beträge, mit Behörden- und Verbraucherquellen.
Die ersten drei Monate ohne Gehalt sind kritisch. Strukturieren Sie Einnahmen (ALG, ggf. Bürgergeld) und Ausgaben — ohne feste Summen zu erfinden. Orientierung bei Verbraucherzentrale und Ihrer Agentur.
Einnahmen realistisch einplanen
Listen Sie erwartete Zahlungen: ALG I, Kindergeld, Unterhalt, ggf. Mieteinnahmen — nur nach offizieller Bewilligung budgetieren.
Abfindungen und Restlohn können verzögert kommen; nicht als sofort verfügbar planen.
Nebenjobs nur einplanen, wenn gemeldet und genehmigt.
Fixkosten priorisieren
Miete/Hypothek, Strom, Lebensmittel, Versicherungen Pflicht — alles andere temporär kürzen.
Versicherungen prüfen: gekündigt werden kann oft mit Frist, nicht impulsiv.
Ratenzahlungen: Gläubiger früh ansprechen — viele bieten Stundung.
90-Tage-Kalender
Monat 1: Behörden, Liquidität sichern, Ausgaben einfrieren.
Monat 2: Bewerbungsfokus, keine neuen Verpflichtungen.
Monat 3: Szenario «Job vs. Umschulung» mit Agentur besprechen.
Was vermeiden
Konsumkredite für Lifestyle ohne Rückzahlplan.
Steuerrücklagen für Selbstständige ignorieren.
Unterhaltspflichten ohne Anpassungsantrag bei Einkommensfall.